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Kultur - Dörfer - Mühlbach

Zur Geschichte

Mühlbach wird 1337 als Dorf erstmals erwähnt. Es bildete ein Pimberch (= Steuer- und Wirtschaftsgemeinde) des Gerichts Uttenheim.
1786 erhielt Mühlbach einen eigenen Kaplan. Damals zählte es 226 Seelen. Der Expositus hatte aber kein Tauf- und Trauungsrecht. Die Toten mussten in Gais begraben werden. Außerdem mussten die Mühlbacher zum Hauptgottesdienst nach Gais. Erst 1831 wurden sie von dieser Verpflichtung entbunden.
Nachdem es zuvor eine eigene Gemeinde gebildet hatte, wurde Mühlbach 1928 der Gemeinde Gais angegliedert.
Bis ins 19. Jahrhundert war Mühlbach nur zu Fuß erreichbar. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erhielt es eine drei Kilometer lange Zufahrtsstraße über Percha-Amaten-Tesselberg. Erst 1975-77 baute man den alten Verbindungsweg nach Uttenheim zu einer Fahrstraße aus.

Mühlbach

Das Mühlbacher Badl

Das Mühlbacher Badl (1694 m), das höchstgelegene seiner Art im Pustertal, wurde von Einheimischen gern besucht. Es war ein „Bauernbadl“, in dem eine heitere Vermischung von Badebetrieb (in Holzbottichen) und Almleben herrschte. Die Heilkraft des Bades wurde sehr gerühmt, besonders bei Erkrankungen der Verdauungsorgane. Die Badegäste mussten sich aber selber verpflegen.
1967 brannte das schon von Beda Weber gerühmte Bad ab. Haus und Kapelle sind inzwischen zwar wieder aufgebaut, der Badebetrieb ist aber noch nicht wieder aufgenommen worden.

Sehenswürdigkeiten

  • Kuratiekirche zu den Heiligen 14 Nothelfern

Die Kirche wurde 1517 fertiggestellt und geweiht und zeigt noch die ursprüngliche spätgotische Gestalt. Man betritt den Kirchenraum durch das spitzbogige Gewändeportal mit sich kreuzenden Rundstäben. Der einschiffige, mit einem im Langhaus reich verzierten Netzgewölbe überzogene Kirchenraum schließt mit einem dreiseitigen Chor, dessen Gewölbe ein etwas einfacheres Rippennetz aufweist. Der Chor und das dreijochige Langhaus werden durch einen Gurtbogen voneinander getrennt, der wie auch die Rippen des Gewölbes auf verzierten Konsolen aufsetzt.
Beachtenswert sind zwei Darstellungen der 14 Kirchenpatrone, nämlich das Altarbild aus dem Jahr 1685 und ein Fresko an der Fassade aus dem 18. Jahrhundert. 

Weitere Informationen

Kuratiekirche zu den Heiligen 14 Nothelfern